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Corona-Virus: Unterstützungsmaßnahmen für Unternehmer

 

Die Regierung hat zahlreiche Maßnahmen zur Unterstützung der heimischen Betriebe gesetzt. Aber nicht nur der Bund, auch von anderen Seiten gibt es Maßnahmen und Förderungen für Sie. Wir geben Ihnen hier einen Überblick, damit Sie die für Ihren Betrieb in Frage kommenden Möglichkeiten optimal nutzen können.

 

Unterstützende Fonds für Unternehmer:

 

  Härtefall-Fonds - Phase 1 und 2

Der Härtefall-Fonds mit einem Volumen von zwei Milliarden Euro ist eine rasche Erste-Hilfe-Maßnahme der Bundesregierung für die akute finanzielle Notlage in der Corona-Krise. Derzeit können Mittel aus der Phase 1 des Härtefall-Fonds beantragt werden. Die Phase 2 startet nach Ostern.

 

Hier finden Sie die Vorabinfo zur Ausweitung des Härtefall-Fonds | Phase 2 >>

Hier können Sie den Covid-19 Härtefall-Fonds beantragen >>

 

  Corona-Hilfs-Fonds

Die Beantragung der Kreditgarantien über die Hausbank ist seit 8. April 2020 möglich.

Die Registrierung beim aws für Fixkostenzuschüsse erfolgt ab 15. April 2020. Mehr Infos finden Sie weiter unten beim Punkt "Garantien und zusätzliche Kreditmittel".

 

eAMS Konto zur Abrechnung der Covid-19 Kurzarbeit

 

Für die in die Kurzarbeit einbezogenen Arbeitnehmer ist für jeden Kalendermonat bis zum 28. des Folgemonats dem AMS eine Abrechnung der Kurzarbeitsbeihilfe vorzulegen. Die Auszahlung der Kurzarbeitsbeihilfe erfolgt im Nachhinein je Kalendermonat nach Prüfung der eingebrachten Abrechnung.

Für die Abrechnung der Kurzarbeitsbeihilfe ist zwingend ein eAMS-Konto erforderlich. Wenn Sie noch über kein eAMS-Konto verfügen, so müssen Sie sich unter dem Link
e-ams.at registrieren. Dazu sind folgende Daten notwendig, die dafür auszufüllenden Unterlagen bzw. Erklärungen finden sie unter ams.at.

 

·        Ausgefülltes Formular Vertretungsbefugnis (Angaben zur Person die das Konto verwendet)

 

·        Wenn ein(e) Mitarbeiter(in) bei Ihnen die Datenerfassung erledigt: Vollmacht (Bestätigung durch Dienstgeber für Mitarbeiterin, die das Konto benützen darf)

 

·        Identitätsnachweis der Person die das eAMS Konto nutzt (Kopie Lichtbildausweis, Führerschein oder Reisepass)

 

·        Nachweis (Firmenbuchauszug, Gewerberegister)

 

Nach erfolgreicher Registrierung werden Ihnen die Zugangsdaten innerhalb weniger Tage mit RSa Brief auf Ihre Firmenadresse zugestellt. Ist Ihr Unternehmen derzeit geschlossen und Sie sind nicht vor Ort, beantragen Sie bitte bei der Post einen Nachsendeauftrag oder Briefumleitung auf Ihre Privatadresse (kein Postfach). So wird eine Zustellung gewährleistet. Die Post richtet derzeit Nachsendeaufträge innerhalb von 24-48 Stunden ein.

 

Wenn Sie in der Folge nicht selbst die Abrechnung der Kurzarbeitsbeihilfe abwickeln können oder möchten, können Sie uns gerne mit der Abwicklung beauftragen. Dafür muss im eAMS-Konto mittels Funktion „Rechtsvertretung hinzufügen“ eine eigene User-Rolle Ihres zuständigen Mitarbeiters des Personalmanagements erteilt werden. Diese Zugangsdaten bitte dann an uns übermitteln.

 

Benötigen Sie Hilfe beim Ersteinstieg? Melden Sie sich telefonisch bei uns, das können wir auch mittels Telekommunikation gemeinsam meistern.

Haben Sie dazu noch Fragen? Wir beraten Sie gerne!

 

Steuerliche Erleichterungen:

 

1. Herabsetzung der Einkommen- bzw. Körperschaftsteuervorauszahlungen für 2020 (bis auf Null)

Ergibt sich auf Grund dieser Herabsetzung bei der Veranlagung für das Jahr 2020 eine Nachforderung, werden Anspruchszinsen (Nachforderungszinsen) automatisch nicht erhoben.

 

2. Zahlungserleichterungen (Stundung oder Ratenzahlung)

Der Zeitpunkt der Entrichtung von Abgaben kann bis 30. September 2020 hinausgeschoben werden (Stundung) oder es kann die Entrichtung in Raten bis 30. September 2020 beantragt werden.

 

3. Nichtfestsetzung von bereits festgesetzten Säumniszuschlägen

Wurde für eine nicht fristgerecht entrichtete Abgabe ein Säumniszuschlag festgesetzt, können betroffene Unternehmen beantragen, dass dieser storniert wird.

 

 4. Fristerstreckung für die Abgabe von Jahressteuererklärungen für 2019

Für die Jahressteuererklärungen 2019 Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Umsatzsteuer und Feststellung der Einkünfte (§ 188 BAO) wird die Frist allgemein bis 31. August 2020 erstreckt.

 

5. Nichtfestsetzung von Verspätungszuschlägen

Zinsen für nicht fristgerecht abgegebene Erklärungen werden bis zum 31. August 2020 automatisch nicht verhängt.

 

Zoll/Verbrauchsteuern/Altlastenbeitrag

Diese Regelungen gelten auch für die Einhebung der Verbrauchsteuern und des Altlastenbeitrags. Auch im Bereich des Zolls werden Stundungszinsen und Säumniszuschläge bei konkreter Betroffenheit auf einen Betrag bis zu Null Euro herabgesetzt bzw. nicht festgesetzt. Entsprechende Anträge werden von den Zollämtern sofort bearbeitet.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Finanzen >>

 

Beitragsstundungen bei SVS, Gesundheitskasse, Versicherungen und Wirtschaftskammer:

 

  Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen (SVS)

Sie können eine Stundung oder Ratenzahlung der Beiträge beantragen. Kommt es aufgrund von COVID-19 zu einer Verschlechterung Ihrer wirtschaftlichen Lage, können Sie eine Herabsetzung der vorläufigen Beitragsgrundlage von Gewerbetreibenden, Freiberuflern und Neuen Selbstständigen beantragen. Mahnungen von offenen Beitragsforderungen werden bis auf Weiteres ausgesetzt.

 

Hier kommen Sie zu den Stundungsmöglichkeiten und weiteren Maßnahmen der SVS >>

 

  Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK)

Für Betriebe, die von der "Schließungsverordnung" oder von einem Betretungsverbot nach dem Epidemiegesetz betroffen sind, erfolgt eine automatische Stundung der Beiträge. Sonstige Betriebe mit coronabedingten Liquiditätsproblemen können bei der ÖGK um Ratenzahlung oder Stundung ansuchen. Für die Dauer der Stundung fallen keine Verzugszinsen an. Die ÖGK setzt zudem Einbringungsmaßnahmen, wie Exekutionen in den Monaten März, April und Mai 2020, aus.

 

Hier kommen Sie zu den Stundungsmöglichkeiten und weiteren Maßnahmen der ÖGK >>

 

  Versicherungen

Es besteht auch die Möglichkeit einer Stundung der Versicherungsprämie. Kontaktieren Sie dazu Ihre Versicherung.

 

  Wirtschaftskammer

Auch die Wirtschaftskammer Steiermark schreibt bis auf Weiteres keine Grundumlagen vor. Haben Sie bereits eine Vorschreibung für das Jahr 2020 erhalten, können Sie sie derzeit als gegenstandslos betrachten. Mit dieser Maßnahme wollen wir dazu beitragen, wirtschaftliche Notlagen oder Liquiditätsengpässe zu lindern, die durch das Coronavirus ausgelöst wurden.

 

Garantien und zusätzliche Kreditmittel:

 

  Überbrückungsgarantien für Betriebsmittelkredite

Die schon bestehenden Überbrückungsgarantien für Betriebsmittelkredite für EPU/KMU sowie Tourismusbetriebe werden weitergeführt und ausgebaut. Wenden Sie sich dazu an Ihre Hausbank.

 

  aws-Garantie - Überbrückungsgarantie im Zusammenhang mit der "Coronavirus-Krise"

Unterstützt werden Betriebsmittelfinanzierungen wie Wareneinkäufe oder Personalkosten sowie Finanzierungen für die Stundung von bestehenden Kreditlinien an gesunde Unternehmen, die aufgrund der gegenwärtigen Coronavirus-Krise über keine oder nicht ausreichende Liquidität zur Finanzierung des laufenden Betriebes verfügen bzw. deren Umsatz- und Ertragsentwicklung durch Auftragsausfälle oder Marktänderungen beeinträchtigt ist.

 

Hier können Sie den Antrag zur aws-Garantie stellen und erfahren zudem alle Details >>

 

  Coronavirus-Maßnahmenpaket der ÖHT

Das Coronavirus-Maßnahmenpaket besteht aus der Besicherung von Überbrückungsfinanzierungen der Hausbanken mit Haftungen der ÖHT und der Kostenübernahme der einmaligen Bearbeitungsgebühr und der Haftungsprovision. Dabei gewährt die ÖHT den antragsstellenden Betrieben eine Bundeshaftung in der Höhe von 80 Prozent zur Besicherung neu aufzunehmender Überbrückungskredite (Kontokorrentkredite).

 

Hier erfahren Sie die Details zum Coronavirus-Maßnahmen¬paket für den Tourismus >>

 

  Sonderkreditrahmen der Oesterreichischen Kontrollbank Aktiengesellschaft (OeKB)

Die OeKB stellt österreichischen Exporteuren einen Kreditrahmen in Höhe von 2 Milliarden Euro zur Verfügung. Anträge hierfür erfolgen über die jeweilige Hausbank des Exporteurs.

 

Hier finden Sie die wichtigsten Antworten rund um die "COVID-19-Hilfe" der OeKB >>

 

Maßnahmen des Landes Steiermark:

 

Das Land übernimmt die Zinsen der Überbrückungsfinanzierungen des Bundes für Unternehmen aus Wirtschaft und Tourismus. Ein gemeinsamer Härtefonds des Landes und der Wirtschaftskammer Steiermark für besonders betroffene Branchen wird den Fonds des Bundes ergänzen. Außerdem wird die Förderung von Telearbeitsplätzen stark ausgebaut.

 

Hier finden Sie die Details zum Hilfspaket >>

 

COVID-19-Gesetzespaket - Pönalen bei Leistungsverzug und Höhe der Verzugszinsen:

 

  Ausschluss von Konventionalstrafen (Pönalen)

Soweit bei einem vor dem 1. April 2020 eingegangenen Vertragsverhältnis der Schuldner in Verzug gerät, weil er als Folge der COVID-19-Pandemie entweder in seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigt ist oder die Leistung wegen der Beschränkungen des Erwerbslebens nicht erbringen kann, ist er nicht verpflichtet, eine vereinbarte Konventionalstrafe im Sinn des § 1336 ABGB zu zahlen. Das gilt auch, wenn vereinbart wurde, dass die Konventionalstrafe unabhängig von einem Verschulden des Schuldners am Verzug zu entrichten ist.

 

  Beschränkung von Verzugszinsen und Ausschluss von Inkassokosten

Wenn bei einem vor dem 1. April 2020 eingegangenen Vertragsverhältnis der Schuldner eine Zahlung, die im Zeitraum vom 1. April 2020 bis zum 30. Juni 2020 fällig wird, nicht oder nicht vollständig entrichtet, weil er als Folge der COVID-19-Pandemie in seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigt ist, muss er für den Zahlungsrückstand ungeachtet abweichender vertraglicher Vereinbarungen höchstens die gesetzlichen Zinsen (§ 1000 Abs. 1 ABGB) zahlen und ist nicht verpflichtet, die Kosten von außergerichtlichen Betreibungs- oder Einbringungsmaßnahmen zu ersetzen.

 

Schrittweise Öffnung von Geschäftslokalen ab 14. April 2020:

 

  Ab 14. April 2020 können kleine Geschäftslokale für den Verkauf von Waren und Handwerksbetriebe wieder unter den folgenden Bedingungen öffnen:

 

o  Maximal 400m² Verkaufsfläche

o  Nur 1 Kunde pro 20 m²

o  Sicherstellen der maximalen Kapazität durch Einlasskontrolle

o  Kunden und Mitarbeiter müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen

o  Regelmäßiges Desinfizieren muss sichergestellt werden

 

  Bau- und Gartenmärkte können auch bereits ab 14. April 2020 aufsperren - unabhängig von der Größe der Verkaufsfläche. Die weiteren Auflagen gelten selbstverständlich auch in
diesem Bereich.

 

  Die 400 m² Grenze gilt für die gesamte Fläche von Einkaufszentren.

 

  Ab 1. Mai 2020 können alle Geschäfte für den Verkauf von Waren sowie Friseure unter strengen Auflagen öffnen.

 

  Alle anderen Dienstleistungsbereiche inkl. Hotels und Gastronomie werden bis Ende April 2020 evaluiert mit dem Ziel ab Mitte Mai eine stufenweise Öffnung zu ermöglichen.

 

Coronavirus-Infopoint:

 

Der Coronavirus-Infopoint der WKO Steiermark bietet Ihnen die wichtigsten Updates für Unternehmen rund um Corona: Hier laufen sämtliche Informationen aus dem In- und Ausland zusammen.

 

Hier kommen Sie zum Coronavirus-Infopoint >>

 

Abgabe der UVA und Zahlung der Umsatzsteuer

 

Beachten Sie hier bitte wesentliche Dinge:

 

1. Die Umsatzsteuer muss weiterhin fristgerecht eingereicht werden

Das BMF gewährt derzeit keine Verlängerung der Abgabefrist. Wird die Voranmeldung nicht fristgerecht eingereicht, besteht die Möglichkeit eines Verspätungszuschlages. Beispielweise ist die Umsatzsteuer für Februar bis zum 15.04.2020 einzureichen.

 

2. Das BMF sieht aber die Möglichkeit zur zinsenfreien Stundung von Abgaben oder Ratenzahlungen vor

Das gilt vor allem auch für die Umsatzsteuer. Sollte dennoch ein Zahlungstermin verpasst werden, kann eine Nichtfestsetzung oder Herabsetzung eines möglichen Säumniszuschlages beantragt werden.

 

Wir ersuchen Sie daher dringlich:

 

1.    Ihre laufenden Buchhaltungsarbeiten in unveränderter Art und Weise zu erledigen.

 

2.    Ihre Buchhaltung an uns fristgerecht übermitteln, damit die Erstellung und Übermittlung der UVA zeitgemäß erfolgen kann.

 

Seien Sie wachsam: COVID-19 E-Mails und Website-Betrug 

 

Der durch die COVID-19 Krise stark geprägte Alltag bringt eine Vielzahl an technischen Herausforderungen mit sich. Für Mitarbeiter bedeutet die Umstellung auf Remote-Working eine hohe Abhängigkeit von digitalen Kommunikationswegen in neu eingerichteten Home-Office Arbeitsplätzen. Damit gehen oftmals die Nutzung von noch nicht vertrauten Anwendungen und fehlende Routinen bei der Kommunikation einher. Dies löst aktuell oftmals einen sehr verwundbaren Zustand für Unternehmen aus, den Cyber-Angreifer unter Nutzung von bösartigen Websites und dem Versand von Betrugs-E-Mails ausnutzen möchten. Seien Sie daher bei Phishing-Versuchen wachsam!

 

Erkennung von E-Mail und Website-Betrug

Typische E-Mail-Phishing-Angriffe können sich als „dringende“ Nachrichten ausgeben, in denen Sie aufgefordert werden, auf einen Link zu klicken, einen Anhang herunterzuladen oder ein Kennwort zurückzusetzen, ohne dass eine vernünftige Erklärung dafür vorliegt. Weitere Anzeichen für potenzielle Phishing-Angriffe sind

1.    ungewöhnliche Betreffzeilen

2.    ein unbekannter oder externer Absender

3.    uncharakteristische Rechtschreib- oder Grammatikfehler

4.    eine ungewöhnliche Anfrage eines Vorgesetzten, Kunden oder Lieferanten

5.    URLs/Links, die nicht übereinstimmen, wenn Sie mit dem Mauszeiger über sie fahren

Zusätzlich zu E-Mail-Kampagnen geben sich Cyber-Angreifer auch als Regierungs- und Gesundheitsorganisationen aus. Böswillige Kampagnen zielen darauf ab, Empfänger zu verunsichern und Reaktionen hervorzurufen die monetären Schäden für die Unternehmen zur Konsequenz haben können. Angriffe können auch in Form von falscher Werbung auf sozialen Plattformen erfolgen.

Seien Sie also vorsichtig und bilden Sie Vorsichtsmaßnahmen bei Ihren Mitarbeitern!

 

Diese Information bietet aktuelle Hinweise, für deren Inhalt trotz gewissenhafter Erstellung, schon wegen der Kürze der Darstellung, keine Haftung übernommen werden kann. Bezüglich der Anwendbarkeit auf spezifische Einzelfälle sollte in jedem Fall fachkundiger Rat von unseren Sachbearbeitern eingeholt werden.

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