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Karfreitagsregelung NEU

 

Kurz vor Ostern dürfen wir Sie über die neue Karfreitagsregelung informieren:

Wie allgemein bekannt, hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) die bisherige österreichische Karfreitagsregelung als ungerechtfertigte Diskriminierung auf Grund der Religionszugehörigkeit erkannt, worauf der österreichische Gesetzgeber aufgefordert war, eine neue Regelung zu schaffen.

Was ist jetzt?

Um dieser Ungleichbehandlung entgegenzuwirken, hat nunmehr der Gesetzgeber den Karfreitag als Feiertag gänzlich abgeschafft. Somit müssen grundsätzlich alle Arbeitnehmer am Karfreitag arbeiten. Der Gesetzgeber hat stattdessen einen „persönlichen Feiertag“ für alle Arbeitnehmer geschaffen. Jeder Arbeitnehmer hat nun Anspruch, einmal im Jahr einen persönlichen Feiertag zu wählen. Dies muss selbstverständlich nicht der Karfreitag sein, der Arbeitnehmer kann jeden beliebigen Tag zu seinem Feiertag erklären. Der Arbeitgeber hat kein Ablehnungsrecht. Dies heißt, er muss dem Arbeitnehmer diesen freien Tag gewähren.

Der Unterschied zur bisherigen Regelung besteht darin, dass dieser persönliche Feiertag als normaler Urlaubstag gilt und daher bei Inanspruchnahme den bisherigen Urlaubsanspruch um einen Tag verkürzt.

Der Arbeitnehmer muss den persönlichen Feiertag spätestens 3 Monate im Vorhinein beantragen, wobei wie erwähnt der Arbeitgeber kein Ablehnungsrecht hat. Aus Beweisgründen wird empfohlen, die Anträge schriftlich entgegenzunehmen. Damit der persönliche Feiertag bereits am Karfreitag 2019 konsumiert werden kann, wurde die 3-Monatsfrist bis Ende Juni 2019 ausgesetzt. Hier reicht es, seinen persönlichen Feiertag spätestens 2 Wochen vor Antritt zu beantragen. Die Mitnahme des persönlichen Feiertages in das nächste Urlaubsjahr ist nicht möglich.

 

Diese Information bietet aktuelle Hinweise, für deren Inhalt trotz gewissenhafter Erstellung, schon wegen der Kürze der Darstellung, keine Haftung übernommen werden kann. Bezüglich der Anwendbarkeit auf spezifische Einzelfälle sollte in jedem Fall fachkundiger Rat von unseren Sachbearbeitern eingeholt werden.

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