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Kammerumlage KU1 - NEU

 

Die Novelle des Wirtschaftskammergesetzes (WKG) ist mit 01.01.2019 in Kraft getreten. Neu ist u.A., dass gemäß § 122 Abs. 2 WKG die Umsatzsteuer auf Investitionen in das ertragsteuerliche Anlagevermögen von der Bemessungsgrundlage der Kammerumlage 1 (KU1) in Abzug zu bringen ist. Bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage werden daher die auf Investitionen - als bezogene Vorleistungen - entfallenden Umsatzsteuern nicht berücksichtigt.

Hinsichtlich der im Unternehmen verwendeten Firmenfahrzeuge ist auf folgende Differenzierung zu achten:

1.) Umsatzsteuerbeträge für Firmenfahrzeuge, die nicht zum Vorsteuerabzug berechtigen (PKW, Kombi, Krafträder), zählen seit jeher grundsätzlich nicht zur KU1-Bemessungsgrundlage, da sie aus umsatzsteuerlicher Sicht als nicht dem Unternehmen zugeordnet gelten.

2.) Bei Firmenfahrzeugen, für die der Vorsteuerabzug zusteht (z.B. LKW, „Fiskal-LKW“, Fahrschulkraftfahrzeuge sowie Kraftfahrzeuge, die zu mindestens 80 % der gewerblichen Personenbeförderung oder der gewerblichen Vermietung dienen), mindert grundsätzlich die Ihnen beim Ankauf in Rechnung gestellte Umsatzsteuer die KU1-Bemessungsgrundlage. Auch Elektrofahrzeuge gemäß § 12 Abs. 2 Z 2a UStG, deren Anschaffungskosten EUR 40.000,- nicht übersteigen, berechtigen zum vollen Vorsteuerabzug und somit führt auch die beim Ankauf dieser Fahrzeuge in Rechnung gestellte Umsatzsteuer zu einer Minderung der KU1-Bemessungsgrundlage. Voraussetzung für eine Minderung der KU1-Bemessungsgrundlage ist aber in jedem Fall die Zuordnung zum ertragsteuerlichen Anlagevermögen.

Neu ist seit 01.01.2019 auch die Einführung eines degressiven Staffeltarifs, sodass mit steigender Bemessungsgrundlage der Prozentsatz sinkt. Bei einer Bemessungsgrundlage bis zu EUR 3 Mio. pro Jahr kommt der neu beschlossene Hebesatz von 0,29 % (bis 2018 0,30 %) zur Anwendung. Übersteigt die Bemessungsgrundlage EUR 3 Mio. pro Jahr, kommt bis zur Bemessungsgrundlage von EUR 32,5 Mio ein reduzierter Hebesatz von 0,2755 % zur Anwendung. Übersteigt die Bemessungsgrundlage auch den Schwellenwert von EUR 32,5 Mio kommt für den übersteigenden Teil der Bemessungsgrundlage ein Hebesatz von 0,2552 % zur Anwendung.

 

Diese Information bietet aktuelle Hinweise, für deren Inhalt trotz gewissenhafter Erstellung, schon wegen der Kürze der Darstellung, keine Haftung übernommen werden kann. Bezüglich der Anwendbarkeit auf spezifische Einzelfälle sollte in jedem Fall fachkundiger Rat von unseren Sachbearbeitern eingeholt werden.

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